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KONZENTRATION, KREATIVITÄT UND QUALITÄT


 
 Konzentration, Kreativität und Qualität

Mit einer neuen Organisationsstruktur begegnet der Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG Medienwandel und Wirtschaftskrise – Oberstes Ziel:  Die Qualität der Zeitschriften bleibt garantiert – Der Abbau von Arbeitsplätzen ist leider unvermeidlich

Die Geschäftsführung des Hamburger JAHRESZEITEN VERLAGES hat dem Betriebsrat des Unternehmens und den Beschäftigten heute unter dem Titel „JAHRESZEITEN VERLAG 2010“ ihre Pläne zur Zukunftssicherung des Verlages vorgestellt. Zu Beginn der Mitarbeiterversammlung unterstrich der Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Jan Pierre Klage, die zweifache Herausforderung, der sich das Unternehmen und die gesamte Medien- und Verlagsbranche gegenübersieht: „Wir müssen zwei Probleme zur gleichen Zeit bewältigen: den strukturellen Wandel der Medienwelt und die anhaltende wirtschaftliche Krise. Wir kommen nicht umhin, die Kostenstruktur den sinkenden Erlösen anzupassen. Den Medienwandel wollen wir mit Kreativität und neuer Arbeitsorganisation gestalten. Wir bleiben ein verlegergeführtes Haus für Qualitätszeitschriften. Wichtigstes Ziel ist, die Identität unserer Marken und ihre Qualität zu erhalten, deshalb wird es Plattformlösungen mit einer Redaktion für mehrere Titel in unserem Hause nicht geben.“

Klage erläuterte den Beschäftigten die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens: „Die Einsparungen durch die Kurzarbeit und die zuvor bereits eingeleiteten Kostenstrukturmaßnahmen haben leider den Rückgang der Umsätze nicht ausgleichen können.“ Da auch der Markt schwierig bliebe, sei es unvermeidlich, mit grundsätzlichen Strukturmaßnahmen der Entwicklung zu begegnen. Er fügte hinzu: „Das, was wir Ihnen heute vorstellen, ist kein pures Sparprogramm, sondern eine Mischung aus notwendigen Kostensenkungen und Investitionen in neue Strukturen“.

Kern des Konzepts „JAHRESZEITEN VERLAG 2010“ ist die Neuorganisation der Zeitschriftenredaktionen, die in einer Arbeitsgruppe aus Redaktionsmitgliedern und Geschäftsführung mit Unterstützung der Unternehmensberatung Schmidt Grund und Partner aus München erarbeitet wurde. Dr. Jan Pierre Klage versicherte: „Wir werden mit der neuen modernen Organisation das hohe Niveau unserer Zeitschriften perspektivisch und langfristig garantieren.“

Künftig wird jeder Titel von einem Blattmacherteam aus Chefredaktion, Artdirektion, Textchef und einer Anzahl von Ressortleitern, die den Kernkompetenzen des Blattes entsprechen, organisiert, gestaltet und verantwortet. Geschäftsführer Peter Rensmann: „Das Blattmacherteam steht für die Qualität, Kreativität und Weiterentwicklung seiner Titel, es garantiert die Erhaltung der Seele der Blätter gegenüber den Leserinnen und Lesern“.

Das Blattmacherteam wird unterstützt von Servicepools der Geschäftsführenden Redakteure. Diese sind jeweils für mehrere Objekte zuständig und werden ihrerseits von Assistenten für die Honorarabwicklung und die Kalkulation der Serviceleistungen unterstützt. Die Chefs vom Dienst und Hersteller bleiben ihren Objekten zugeordnet.

Die Bildredaktionen und die Syndication des Verlages werden zu einer Einheit Syndication/Bildredaktion zusammengefasst mit einer Doppelspitze aus Leitung der Syndication und einem Leitenden Bildredakteur. Die einzelnen Bildredakteure stehen als stetige Ansprechpartner ihnen zugeordneten Objekten zur Verfügung.

Während die Artdirektoren und ihre Stellvertreter zu den Blattmacherteams gehören, werden künftig Grafik- und Layoutleistungen für alle Titel von externen Dienstleistern bezogen.

Die Aufgaben der Schlussredaktionen werden ebenfalls an externe Dienstleister vergeben. Dieses Modell wurde für vier Redaktionen im vergangenen Jahr ausgiebig getestet und hat sich als vorteilhaft und tragfähig erwiesen.

Die Geschäftsführung will mit der neuen Struktur die fixen Kosten nachhaltig senken. Das Konzept sieht aber auch eine Erhöhung der Budgets für den Einsatz freier Journalisten vor; denn die Neuorganisation soll es den Blattmachern ermöglichen, mit den besten kreativen journalistischen Köpfen für die jeweiligen Themen zusammenzuarbeiten.

In den Verlagsabteilungen werden die bestehenden drei Marketingabteilungen für die verschiedenen Objekte zusammengefasst und künftig für alle Titel des Hauses zuständig sein. Auch in den Verwaltungsabteilungen (IT, Poststelle, Lager) werden durch Reorganisation und Auftragsvergabe an Externe Spareffekte erzielt.

Dr. Klage: „Auch der Verlag definiert seine Rolle neu. Wir übernehmen Produktion, Marketing und Vermarktung für hoch qualifizierten Journalismus in Wort und Bild. Dieses neue Modell setzt auf kreative Köpfe und schafft ihnen den Freiraum für ihre kompetente Arbeit.“

Mit der Realisierung von „JAHRESZEITEN VERLAG 2010“ werden in Redaktionen und Verlagsabteilungen voraussichtlich 70 Vollzeit-Arbeitsplätze  entfallen. Dr. Klage: „Wir werden leider betriebsbedingte Kündigungen  aussprechen müssen. Über die Gestaltung dieses unumgänglichen Prozesses haben wir die Gespräche mit dem Betriebsrat und den betroffenen Abteilungen aufgenommen. Wir hoffen, dass wir diese in der gleichen konstruktiven Weise führen können, wie das in den letzten Monaten der Fall gewesen war. Dafür danken meine Kollegen in der Geschäftsführung und ich ausdrücklich dem Betriebsrat.“

Hamburg, 23. März 2010
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Pressekontakt: Mona Burmester, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit JAHRESZEITEN VERLAG, Tel. 040/2717-2493, Fax 040/2717-2063,
E-Mail: presse@jalag.de
 

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